Die Geschichte des Absinths

Absinth ist das Kultgetränk der 20er Jahre. Künstler wie van Gogh, Oscar Wilde und Edgar Allen Poe wurden von dieser Spirituose zu neuen Meisterwerken inspiriert. 1797 etablierte sich in der Schweiz die erste Absinth-Destillerie. Der Name des Destillats rührt vom griechischen "Absinthion" her, was die Bezeichnung für die bittere Wermutpflanze ist.

 

Mit seinem fast 80%igen Alkoholgehalt war Absinth unbestritten eine der spektakulärsten Spirituosen der Welt. Wurde Absinth anfangs von einem Arzt als Allheilmittel und Aphrodisiakum beworben, berauschten sich später Künstler und Intellektuelle mit ihm. Damals beinhaltete das Getränk der Elite eine unkontrollierte Menge an Thujon, dem Inhaltsstoff des Wermutextraktes. Thujon genoss den Ruf eine bewusstseinserweiternde Wirkung zu besitzen. Der starke Missbrauch des Getränks führte 1923 zum offiziellen Absinthverbot.

 

Erst seit dem Jahr 2002 erlaubte das europäische Recht im Rahmen der Aromenverordnung die Verwendung thujonhaltiger Pflanzen und deren Extrakte. Nach jahrzehntelanger Stille erlebt das geheimnisvolle Getränk eine wahre Renaissance.