Absinth wird nicht getrunken, Absinth wird zelebriert

Französisches Ritual

Die klassische und traditionelle Trinkweise stammt aus Frankreich, bei der man in kleiner Runde um eine Absinthfontäne saß oder eine Brouille zur Hilfe nahm. Mit der Fontäne kann jeder Absinth nach den individuellen Vorlieben verdünnt werden. Der feine Wasserstrahl bewirkt einen perfekten Louch-Effekt. Ähnlich dem tschechischen Ritual können 1-2 Stücken Würfelzucker auf einem Löffel positioniert werden, um den Absinth nachzusüßen.

Neben der Absinthfontäne wurden auch Bouille-Sets eingesetzt, bei dem der Einsatz eines Absinth-Löffels nicht notwendig war. Bouille ist ein spezieller Glasaufsatz mit einem dünnen Loch wodurch das Eiswasser austritt.

 

Böhmisches Ritual

Das wohl bekannteste Absinth-Ritual ist die tschechische Trinkweise, bei dem 1-2 Stücken Würfelzucker mit Absinth übergossen und angezündet werden. Diese feurige Variante hat keinen historischen Ursprung. Wir empfehlen bei dieser Zubereitung Würfelzucker sowie einen Absinthlöffel. Der Löffel wird quer über das Glas gelegt und der Zucker auf dem Löffel positioniert. Anschließend werden 2-4cl Absinth über den Zucker gegossen. Der Würfelzucker wird daraufhin angezündet und karamellisiert.
Nachdem das Feuer erloschen ist, werden die Reste auf dem Löffel mit dem Absinth verrührt und mit einem Verhältnis von 1:3 bis 1:5 mit Eiswasser aufgegossen.